Im Jahr 1883 fotografierte der mexikanische Astronom José Bonilla zahlreiche unbekannte Flugobjekte. Die Bilder gelten als eine der ältesten Ufo-Fotos. Bis heute gibt es viele, teils krude Theorien darüber, was Bonilla gesehen haben könnte.

Im Sommer 1883 sichtete der in Mexiko lebende Astronom José Bonilla über mehrere Stunden am 12. und 13. August insgesamt 447 nicht identifizierte Flugobjekte. Eigentlich hatte er Sonnenflecken untersucht und entdeckte die Objekte mithilfe seines Teleskops. Er erstellte Fotos auf Nassplatten, die er jeweils 1/100 Sekunde belichtete.

Bonilla war seinerzeit Direktor des Observatoriums in Zacatecas. Über Stunden hinweg sah er die Punkte durch die Sonnenscheibe fliegen. Dafür benötigten die Objekte durchschnittlich zwischen 0,3 und einer Sekunde. Er machte die Sichtungen an beiden Tagen für jeweils 3,5 Stunden.

Was hat Bonilla im Sommer 1883 gesehen?

Zwar glauben die meisten Experten heute nicht an eine Ufo-Sichtung, eine echte Erklärung für Bonillas Aufzeichnungen konnte jedoch bisher niemand liefern. Die Theorien reichen von einem viele Milliarden Tonnen schweren Kometen, der die Welt fast ausgelöscht hätte, bis hin zu einem Schwarm Gänse, der an zwei Tagen stundenlang vor Bonillas Teleskop herumgeflattert sein soll.

Auch eine Spinne auf der Scheibe des Teleskops wurde schon als Erklärung aufgeführt. Dabei stellt sich die Frage, in welchem geistigen Zustand sich der Direktor dieser Sternwarte befunden haben soll, sollte eine dieser Theorien stimmen. Und warum andere Astronomen einen Tausende Kilometer breiten Meteor in der Nähe der Erde nicht ebenfalls entdeckten.

Perseiden-Meteorstrom?

Auch der Perseiden-Meteorstrom, der jedes Jahr um den 12. August zu sehen ist, kann sicherlich ausgeschlossen werden. Dieser leuchtete 1883 nicht heller als gewöhnlich und war unter den Astronomen dieser Zeit bereits seit mindestens einem Jahrhundert bekannt.

Wahrscheinlich sind all diese Theorien bzw. Unterstellungen falsch. Aus diesem Grund bleibt die Sichtung von José Bonilla bis heute ein ungeklärtes Phänomen. Wer sich die Aufzeichnungen und weiterführende Informationen dazu ansehen möchte, kann mal dort hineinschauen: klick, klick, klick und klick.